In Gedenken an Johann Artner

Johann "Hansl" Artner wurde am 24.08.1936 in Deutschkreutz / Bgld. geboren. Im Jahr 1971 kam der gelernte Maurer dann berufsbedingt nach Velm. Dort lernte er seine Gertrude mit ihren beiden Söhne Christian und Andi kennen und lieben und zog zu ihnen nach Velm.

Johann Artner war schon beim FC Deutschkreutz als Mitglied und Mitarbeiter eng mit dem Fußballsport verbunden. Deshalb war es für ihn eine Selbstverständlichkeit auch dem FSV Velm zu helfen. Seit dem Jahr 1980, dem Gründungsjahr des FSV, war er beim und für den Verein freiwillig und unentgeltlich tätig. Bereits beim Bau des alten Vereinshauses half er schon mit. Ab dem Jahr 1983 war er dann auch als Funktionär (Kassaprüfer, Platzkassier und später dann auch Kassier) Über mehr als 25 Jahre hindurch für den FSV da. Aber auch nach Beendigung seiner "offiziellen" Funktionärstätigkeit, dies aus gesundheitlichen Gründen, half er so gut er konnte weiter fleißig mit.

Gerade in seiner Tätigkeit als Kassier bleibt er sicherlich vielen von uns unvergessen. Verstand er es doch wie kein anderer, und zwar auf seine eigene Art und Weise, z. B. das Zeugwarts-Geld von den "säumigen" Spielern einzufordern. Seine Rufe wie "Host scho Dein "Zwanzger" zohlt!" Oder "Wast eh, in Zwanzger krieg i no, Du kumst ma et aus" sind legendär.

Mit seiner sicherlich sehr besonderen und auch liebenswerten Art brachte er auch sehr viel Freude und Spass in unseren Verein. Jedenfalls war die Funktion des Kassiers auf ihn zugeschnitten und für ihn auch eine Herzens- und Lebensaufgabe. Egal ob bei Freundschafts- oder Meisterschaftsspielen, bei Turnieren, Festen oder beim Tombola einsammeln: Hansl war immer da und mit ihm als Unterstützung seine Mitarbeiterin im Verein, Edith Marksz. 1 Stunde vor dem Spielbeginn der Revü waren sie da, natürlich durfte auch Kaffee und Kuchen nicht fehlen.Sein Ruf "Host scho an Kaffee" wird ebenfalls Vielen unvergessen bleiben.Hansl teilte die Ordnerschleifen aus, schaute auf die Vipkarten, die Lose, die Nachwuchsspenden und natürlich auf die Eintrittskarten. Gerade beim Kassieren des Eintritts war er sehr hartnäckig. ähnlich wie beim "Zwanzger-Kassieren" kam seinem "Radar-Auge" auch da kaum Eine/r aus.

Aber seine schwere Krankheit hatte ihm im Zuge der Jahre zu schaffen gemacht. Alles fiel ihm schwerer und Hansl musste deshalb auch immer wieder ins Krankenhaus. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme bzw. der Schwere seiner Krankheit, vergaß er in keiner Stunde auf seinen FSV Velm, den er seit dem Jahr 1980 stets in seinem Herzen trug. Immer wieder fragte er auch vom Spital aus "Wie haben wir gespielt" und sagte dann "Lasst mir alle schön grüßen".

Am 14.02.2011 verstarb Johann "Hansl" Artner im Krankenhaus Mödling.

Einer Unzahl von Funktionären, Spielern, Mitgliedern und Freunden des FSV, die er im Zuge der Jahrzehnte als Funktionär betreute bzw. mit denen er zusammen arbeitete und die mit ihm hunderte Male herzhaft lachen konnten, bleibt er in sehr schöner Erinnerung. Wie gern ihn viele hatten zeigte zuletzt auch die große Anteilnahme anlässlich des Begräbnisses, zu dem auch sehr viele Spieler vergangenen Jahre und Jahrzehnte kamen und dem "Hansl" die letzte Ehre erwiesen.

Der FSV Velm dankt Dir, lieber "Hansl" für alles was Du für uns, den FSV, getan und geleistet hast, sehr herzlich.

Wir werden Dich nie vergessen!

Die Vereinsleitung